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Jagdreitertage in Gartow
Wir interviewten zu den
Jagdreitertagen im März 2009 in Gartow Adrian von Bernstorff,
Jugendwart der Niedersachsenmeute....
Yardmanager: Ihre Familie veranstaltet schon seit Jahren traditionelle
Jagden auf familieneigenem Besitz?
Adrian von Bernstorff: Bis jetzt gab es traditionell zwei Jagden
im Jahr- eine im Frühling und eine im Herbst. Die im Frühjahr immer
ohne Sprünge, dafür quer durch den Wald. Das setzt dann halt auch
voraus, dass die Leute ihre Pferde im Griff haben - anderenfalls
ist das auch nicht ungefährlich. Diese Frühjahrsjagd veranstalten
wir aber seit dem letzten Jahr nicht mehr. Bei unserer Herbstjagd
gibt es am Samstag einige Sprünge auf den Wegen und dann noch ein
kleine Strecke querfeldein. Seit dem letzten Jahr reiten wir auch
am Sonntag noch einmal durch die Nehmitzer Heide. Mit Schleppe und
Meute, aber ohne Sprünge. Die Landschaft dort ist wunderschön und
vor allem kann man dort mit dem Feld auch mal ein bisschen in die
Breite gehen - das ist wirklich ein tolles Erlebnis.
Yardmanager: Wie viele Teilnehmer kommen denn da so zusammen?
Adrian von Bernstorff: Ungefähr 40 Teilnehmer, mit der Meute 45.
Yardmanager: Und die Hunde kommen aber schon freitags?
Adrian von Bernstorff: Ja genau, die Hunde sind am Freitag schon
da. Wir machen am Freitag vor der eigentlichen Jagd immer schon
so einen jagdlichen Ausritt - quasi ein warming up - und da sind
die Hunde auch dabei.
Yardmanager: Wie sieht es denn mit den Zuschauern aus? Gibt
es auch ein Zuschauerfeld?
Adrian von Bernstorff: Ja! Es gibt sogar ein reitendes Zuschauerfeld
- und ein zweibeiniges, das allerdings auf einem Trecker mitfährt.
Samstag Nachmittag gibt es dann ein Kaffeetrinken und abends eine
große Party mit Essen und Trinken. Am Sonntag bietet sich den Zuschauern
auch ein besonders schönes Bild. In der Heidelandschaft gibt es
einige Hügel, auf denen sie sich platzieren können und einen wunderbaren
Ausblick haben. Das Feld lässt sich so fast die ganze Zeit beobachten.
Im letzten Jahr hatten wir dort sogar eine Kutsche, die mitgefahren
ist. Die wurde damals vom Land gestellt, dieses Jahr ist da die
Entscheidung noch nicht gefallen.
Yardmanager: Ist das Gelände, wo die Jagd stattfindet denn
alles Privatwald?
Adrian von Bernstorff: Ja, das ist alles Privatwald - und zum Teil
auch unser Eigentum.
Yardmanager: Sind denn dort auch richtige Reitwege?
Adrian von Bernstorff: Ja, es gibt seit ein paar Jahren flächendeckend
für den Landkreis ein Reitwegenetz. Das ist für uns wirklich schön,
denn dort sind auch mehrere Picknickplätze angelegt, mit angrenzenden
Paddocks für die Pferde. Außerdem sind mehrere Geschicklichkeitsübungen
und auch kleine Hindernisse dort, die man gerne mal mitnimmt.
Yardmanager: Es gibt auch das Angebot Gastpferde bei Ihnen
einzustellen, wie hoch ist denn da an den Jagdtagen Ihre Kapazität?
Adrian von Bernstorff: Einmal vermieten wir auf unserem Hof Boxen,
da sind aber die meisten belegt, also stehen bei uns nur ungefähr
drei zur Verfügung. Dann gibt es aber den großen Reitbetrieb in
Gartow - dort könne dann bis zu 60 Pferde unterkommen. Zum Teil
werden bestimmte Lehrgänge, gerade für Jugendliche, die auf die
erste Jagd vorbereiten.
Yardmanager: Gibt es bei Ihnen im Umkreis ein jagdreiterliches
Angebot für den Nachwuchs?
Adrian von Bernstorff: Ja, das gibt es in Dorfmark. Das ist auch
insofern eine tolle Sache, als dass auch bei unserer Jagd die Idee
ist, auch die jüngere Altersklassen mehr zu etablieren. Der Jagdsport
wirkt eben immer noch oft abgehoben und elitär. Das Schöne ist auch
noch, dass wir ein sehr großes, abgeschlossenes Gebiet zur Verfügung
haben. Es ist ja mittlerweile wirklich selten, dass man so lange
reiten kann, ohne irgendwelche Straßen überqueren zu müssen.
Link: http://www.bernstorff.de
Hinweis
der Redaktion:
Interview
mit Camill Freiherr von Dungern, Schriftführer
und Master der Niedersachsenmeute über die Faszination des
Jagdreitens, in
der aktuellen Ausgabe von "Yard Manager News" Ausgabe
Nr.2.



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