Nachgefragt
Interview mit Ingrid Klimke
Yardmanager: Frau Klimke, was würden Sie als den wichtigsten Faktor bei der Ausbildung von Jungpferden bezeichnen?
Ingrid Klimke: Einen "wichtigsten Faktor" in der Ausbildung von Jungpferden gibt es nicht. Wichtig ist bei jedem jungen Pferd mit Ruhe und Geduld, in kleinen Schritten, die Skala der vielseitigen Grundausbildung zu befolgen.
Yardmanager: Wie stehen Sie zu Begriffen wie "Stretching" oder "Rollkur"?
Solche Begriffe, die immer wieder auftauchen sind schwierig zu beurteilen, da die Definitionen manchmal unterschiedlich ausfallen. "Stretching" würde ich durch die Dehnungshaltung definieren und diese sollte das Ziel einer jeden Lösungsphase sein. Die "Rollkur" wie sie in den Medien dargestellt wird lehne ich in Gänze ab.
Yardmanager: Wie ist Ihre Meinung zu drei- oder vierjährigen (Auktions-)Pferden, die bereits aufgerichtet einen atemberaubenden Mitteltrab zeigen und deren spätere Besitzer häufig Probleme mit den ersten Punkten der Ausbildungsskala bekommen?
Meine Meinung zu diesem Thema ist, dass drei- und vierjährige Pferde prinzipiell kein Mitteltrab gehen sollten, sondern lediglich "Tritte verlängern". Bei den von Ihnen beschriebenen Pferden müssen die fehlenden"Sprossen" der Ausbildungsskala in jedem Fall nachgeholt werden.
Yardmanager: Welchen Moment würden Sie als den schönsten Moment Ihrer reiterlichen Karriere bezeichnen?
Es gibt so viele schöne Momente und Ritte...
Yardmanager: Was würden Sie sich für die Zukunft des
deutschen Pferdesports wünschen?
Dass das Wohl des Pferdes für jeden an erster Stelle steht
Vielen Dank für das Gespräch. Das Interview führten Miriam Berneike und
Andreas Frädrich Mitte August 2009.
Link: http://www.klimke.org
|