| Die Mongolei
ist Partnerland der Hippologica 2009 in Berlin
Die Mongolen lieben die
drei „männlichen“ Sportarten Ringen, Bogenschießen - und Pferderennen.
Die Mongolei ist das offizielle Partnerland der Hippologica, die
vom 10. bis 13. Dezember 2009 in Berlin (Messegeländeam Funkturm)
stattfinden wird. Der zentralasiatische Staat - pferdereichstes
Land der Welt - hat einen starken
Messeauftritt angekündigt und will den Besuchern die Mongolei kulturell
näherbringen. Auch an der Gestaltung der Eröffnungsfeier wird die
Mongolei einen maßgeblichen Anteil haben. "Yard Manager
News" unterhielt sich im Vorfeld der Hippologica mit Tumur-Ochir
Ganbat, 1.Sekretär Wirtschaft und Handel, in der Botschaft
der Mongolei in Berlin, am Tag der Ausrufung der Republik Mongolei
(26. November).

Yardmanager: Herr Ganbat, im Sommer sah ich Vertreter der Botschaft
auf der Rennbahn in Hoppegarten.
Die Botschaft der Mongolei unternimmt schon seit geraumer Zeit verschiedenste
Aktivitäten im Berliner Raum rund ums Pferd und unterstützt
auch reiterliche Veranstaltungen beispielweise durch Zuverfügungstellung
der mongolischen Jurten. Nun ist die Mongolei Partnerland der diesjährigen
Hippologica. Wie kommt es zu diesem Engagement?
Tumur-Ochir Ganbat: Man kann sich die Mongolei ohne Pferde nicht
vorstellen. Das Pferd ist unser Wappentier. Wir blicken auf eine
4.000 jährige Pferdetradition zurück. Heute haben 2,7
Millionen Einwohner, und 2,2 Miilionen Pferde. Pro Kopf sind wir
das pferdreichste Land der Welt.
Wir sehen hier viel Berührungspunkte zu Deutschland. Es ist
auch ein Land mit einer langen Reitertradition und von internationaler
Bedeutung im internationalen Pferdesport. Die Idee, Partnerland
der Hippologica zu werden entstand schließlich Anfang 2009.
Yardmanager: Die Mongolei ist auch bekannter geworden als touristisches
Ziel, gerade für Pferdefreunde?
Tumur-Ochir Ganbat: Wir sind diesbezüglich auch auf verschiedenen
Tourismusmessen vertreten, wie zum Beispiel auf der ITB Internationalen
Tourismusbörse in Berlin. Verschiedene Veranstalter stellen
dort auch Reiterreisen in die Mongolei vor. Die Besuchszahlen steigen
stetig. Vor 10 Jahren hatten wir 80.000 Touristen, heutzutage zählen
wir jährlich faste eine halbe Million Besucher aus aller Welt
- vor allem aus Europa, USA, aber auch aus Asien, wie z.B. aus Japan
und Südkorea.
Die mongolische Reiterarmee vor 800 Jahren von Dschingis Khan
ist weltberühmt. Das Mongolische Reich gilt als das größte
zusammenhängende Reich, das je existiert hat und sogar bis Mitteleuropa
(Österreich-Ungarn) reichte. Immer mehr Touristen interessieren
sich für Geschichte, Land und Leute - und Pferde!
Yardmanager: Was haben Sie auf der Hippologica geplant?
Tumur-Ochir Ganbat: Zentraler Punkt unseres Messeauftritts ist
eine traditionelle mongolische Jurte, die den reitenden Nomaden
als Lagerplatz diente und noch heute dient. Wir werden auf der Hippologica
auch Mongolische Pferde präsentieren, auch Pferde vom Mongoloischen
Reitsportverband. Desweiteren haben wir auch die Artisten der berittenene
Bogenschützen aus der Mongolei und Südkorea eingeladen.
Natürlich kommt das gastronomische Angebot nicht zu kurz -
so werden auch mongolische Spezialitäten angeboten.
Yardmanager: Wo kommen denn die Mongolischen Pferde her?
Tumur-Ochir Ganbat: Es gibt einen einzigen Importeur, der bislang
zwei Mal Mongolische Pferde nach Deutschland mitbrachte. Einige
dieser Pferde werden auch auf der Hipplogica vorgestellt. Das mongolische
Wildpferd ist die weltweit älteste Pferderasse.
Yardmanager: Reiten Sie auch?
Tumur-Ochir Ganbat:(lacht) Jeder Mongole kann reiten! - noch bevor
er laufen lernt. Für den Mongolen bedeutet in der Steppe zu
reiten - Freiheit.
Vielen Dank für das Gespräch!
Das Interview führte Andreas Frädrich Ende November
2009.
Link: http://www.botschaft-mongolei.de
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